Nein zum Tabubruch im Natura-2000-Gebiet Tiroler Lech

Der Lech und seine Zubringer bilden das letzte große Wildflussgebiet der Nordalpen. Wir setzen uns entschieden gegen die geplante Ableitung des Namlosbaches ein und schützen unsere Heimat.

Das Video gibt einen wunderbaren Einblick in die Schönheit des Namlosbachs. 

Wir fordern den sofortigen Stopp des Projektes

Ableitung Namlosbach

Jetzt Stimme für den Namlosbach erheben

Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung durch Ihre Unterschrift. Über den Button gelangen Sie direkt zur Online-Petition. Mit wenigen Klicks können Sie Ihre Unterstützung bekunden und damit ein wichtiges Zeichen setzen.

Gemeinsam für den Erhalt unserer Naturjuwelen

Die geplante Ableitung des Baches über einen Stollen bedroht das ökologische Gleichgewicht im Lechtal und würde bei Umsetzung Begehrichkeiten in Richtung weiterer Kraftwerksbauten im Lechtal wecken. Wir informieren, organisieren Widerstand und sorgen für Transparenz.

Der bedrohte Namlosbach

Das geplante Projekt sieht vor, den Namlosbach über einen Stollen in den Rotlech-Stausee umzuleiten. Das Bild zeigt die geplante Ableitungsstelle ca. 7 km oberhalb der Mündung.

Schutz des Natura-2000-Gebiets

Der Eingriff soll mitten in einem geschützten europäischem Naturerbe stattfinden. Wir fordern den strikten Erhalt geschützter Lebensräume ohne faule Kompromisse.

Der Lech ist „Fluss des Jahres 2026“!

Am 3.9.2026 erreicht uns eine erfreuliche Nachricht.

Unser Lech ist zum „Fluss des Jahres 2026“ gewählt worden. In der erstmals durchgeführten österreichweiten Online-Abstimmung konnte sich der Lech gemeinsam mit dem Namlosbach gegen die Flüsse der anderen Bundesländer durchsetzen. Mehr dazu unter Aktuelles.

Unsere Fragen an den Projektbetreiber

Die bisherige Kommunikation zum geplanten Vorhaben führt zu mehr Fragen als Antworten. Wir setzen uns für mehr Transparenz ein.

„Wir lassen uns unser Wasser nicht abgraben. Der Namlosbach gehört zur Seele unseres Dorfes und muss als freier Wildbach für zukünftige Generationen erhalten bleiben.“

Bürgerinitiative Namlosbach
Stanzach, Tirol

Unsere Unterstützer

Im Rahmen der von uns organisierten Pressekonferenz am 31.8.2026 machten unsere prominenten Redner deutlich, dass sie die geplante Ableitung des Namlosbaches ablehnen und begründeten warum.

Toni Innauer

Olympiasieger, Buchautor und Flussbotschafter des WWF

"Ein geschütztes Naturjuwel, wie den Namlosbach, zu zerstören, um Strom zu erzeugen, ist angesichts zunehmender Wasserknappheit der falsche Weg. Die Wildflusslandschaft Tiroler Lech mit ihren Zubringern ist von unschätzbarem Wert – für uns und für kommende Generationen. Was über Jahrtausende unsere Landschaft geformt und belebt hat, darf nicht kurzfristigen Interessen geopfert werden. Diese einzigartige Natur- und Lebensraumzone ist eine Tabuzone. Der Tiroler Lech braucht unseren Schutz – nicht seine Verbauung."

Toni Knittel alias Bluatschink

Träger des Österreichischen Naturschutzpreises

„Der Naturfluss Lech als Letzter Wilder kann nicht ohne seine Seitenbäche gesehen werden. Daher ist ja auch ganz bewusst das gesamte Flusssystem unter Schutz gestellt worden.

Ich selbst sehe mich hier in der Tradition vom Pfarrer Karlheinz Baumgartner. Auch wenn er selbst nicht mehr unter uns weilt - sein Engagement für die Erhaltung des Wildfluss-Systems im Lechtal muss in unserem Tal weitergetragen werden von Generation zu Generation!“

Dr. Reinhard Uhrig

Klima- und Energieexperte des WWF und Vorstandsmitglied des Naturparks Tiroler Lech

„Das Kraftwerksprojekt am Namlosbach ist eine Mogelpackung: Zur Sanierung des Rotlechs soll ein intakter Bach in einem Natura-2000-Gebiet geopfert werden. Das ist weder naturverträglich noch zeitgemäß. Zusätzlicher Strom lässt sich mit Photovoltaik und Speichern auf bereits verbauten Flächen schneller, günstiger und ohne einen wertvollen Naturraum zu zerstören erzeugen.“


Der Standpunkt des Landesumweltanwaltes

„Beim Namloserbach-Kraftwerk wird eindeutig eine rote Linie überschritten. Das ist ein Naturschutzgebiet, ein europäisch ausgewiesenes Referenz-Fließgewässersystem am Tiroler Lech. Eine Planung wie diese jetzt (eingereichte) …  voranzutreiben halte ich nicht nur für einen großen Fehler, sondern auch für gesellschaftlich heute nicht mehr vertretbar.“

Schon die Planungen und Behördenverfahren würden viel Steuergeld verschlingen, so Kostenzer. Das Geld könne besser investiert werden. Diesen Rat habe man der Gemeinde und den E-Werken Reutte bereits vor einem Jahr mitgegeben – und man habe auch deutlich Stellung bezogen. 

"Das ist eine Situation, wie wir sie sehr selten vorfinden - wo wir eine ganz klare Position, die nicht verhandelbar ist, einnehmen: Nämlich für den Namlosbach in seiner Unversehrtheit einzutreten und dafür auch alle rechtlichen Mittel, die uns zur Verfügung stehen, auszunützen!“

Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer – ORF Tirol am 01.09.2026

Häufig gestellte Fragen zum Projekt

Warum wehren wir uns gegen die Ableitung?
Die geplante Umleitung zieht dem Namlosbach den Großteil des Wassers ab und wird erst 20 Kilometer flussabwärts wieder dem Lech zugeführt. Das beeinflusst den natürlichen Wasserhaushalt im Natura 2000 Gebiet negativ.

Sind wir grundsätzlich gegen Wasserkraft?
Nein. Wir befürworten ausdrücklich die technische Optimierung an bestehenden Anlagen, lehnen jedoch neue, zerstörerische Stollenbauten u.ä. in Schutzgebieten ab.

Wie kann ich die Bürgerinitiative unterstützen?
Mit Ihrer Unterschrift geben Sie uns Kraft und Energie. Über den Button unten geht es zur Online Petition. 

Kontakt zur Bürgerinitiative

Bürgerinitiative Namlosbach
6642 Stanzach, Österreich

[[namlosbach@gmx.at]]

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